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Der Kantor

Seit 1997 ist Kantor Reinhard Gräler für die Kirchenmusik an der Winsener St.-Marienkirche verantwortlich.
Gräler studierte Kirchenmusik an der Kirchenmusikschule Herford, wo er 1989 sein B-Examen ablegte (Orgel: Herbert Wulf). Es schloß sich das Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover an (Chorleitung Prof. Heinz Hennig, Klavier: Prof. Erika Haase), abgeschlossen mit dem A-Examen 1991. Neben seinem Studium besuchte Gräler zahlreiche Orgelkurse, u.a. bei Guy Bovet (frz. Orgelromantik), Szigmond Szathmary (zeitgen. Orgelmusik), Ewald Kooiman (J.S.Bach) und Ludger Lohmann (Reger). Themen waren die verschiedensten Gebiete der Orgelliteratur.
Auch als Liedbegleiter und Kammermusiker ist Gräler aktiv; mit dem Bariton Werner Kraus wurden Schuberts „Winterreise“, die „Schöne Müllerin“, Eisler-Fauré-Ravel-Lieder aufgeführt, mit dem Ensemble „tanto canto“ (Monika Frimmer, Christa Bonhoff, Dantes Diwiak, Peter Kooiy) die Liebesliederwalzer von Johannnes Brahms. Auch Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“ zählt zum Repertoire des Musikers. Ebenso ist die Musik für vierhändiges oder zweiklavieriges Klavierspiel ein Teil seiner musikalischen Betätigung.

In seinen Konzertprogrammen tauchen immer wieder Werke alter Meister im Wechsel mit Werken des 20. Jahrhunderts auf. Mit Hilfe der neobarocken Orgel von St. Marien Winsen kommt eine Musik zum Klingen, die vielfach schon dem Vergessen anheimfällt (Distler, Pepping, Reda u.a.)
Nebenbei konzertiert Gräler mit einem Harmonium aus seiner kleinen Sammlung:  dafür steht ihm ein französisches Druckwindharmonium von Alexandre et Fils zur Verfügung. Für die deutsche Harmoniummusik (Karg-Elert) besitzt er ein Hörügel-Harmonium, das sich für diese Musik ausgezeichnet eignet.
Seit 2002 ist Gräler Orgelrevisor der hannoverschen Landeskirche. In diesem Amt ist er für das Wohl und Wehe der Orgel in den Kirchenkreisen Bleckede, Hittfeld, Lüneburg und Winsen verantwortlich.
Eine CD zum Preis von 10 Euro zzgl. Versandkosten (3 Euro) ist erhältlich mit einer Aufnahme von der Kahrling-Orgel in Loburg mit Werken von Bach, Scheidemann, Bruhns und anderen norddeutschen Meistern.

 

Repertoire (in Auszügen):

  • Gesamtwerk J.S.Bach, Brahms, Bruhns, Buxtehude, Distler, Françaix, César Franck, Girolamo Frescobaldi, Kaminski, Mendelssohn, Weckmann
  • Alain: Litanies u.a.
  • Karg-Elert: Bodensee-Pastelle
  • Krenek: Sonate für Orgel, „opus 231“ für Violine u Orgel
  • Messiaen: Diptyque, L’Ascension
  • Milhaud: Préludes
  • Langlais: Paraphrases Grégoriennes, Suite Médievale, Hommage à Frescobaldi
  • Ligeti: Volumina, Musica Ricercata
  • Pepping: BACH-Fugen, Toccata „Mitten wir im Leben sind“
  • Poulenc: Orgelkonzert
  • Reger: Choralfantasien, Fantasie und Fuge d-moll op. 135b,  Trios
  • Rheinberger, Orgelkonzerte, Sonaten
  • Schoenberg: Variationen über ein Rezitativ
  • Schumann: BACH-Fugen
  • Vierne: Symphonie Nr. 4
  • Widor: Symphonien Nr. 2, 5
  • Weitere zeitgenössische Werke von Gilbert Amy, Eckart Beinke (Auftragskomposition 2010 für die Winsener Orgel), George Crumb, Xavier Darasse, Francois Delors, Charles Ives, Torsten Nilsson, Isang Yun
  • Kammermusik mit Orgel: + Schlagzeug, + Violine, + Gesang, + Trompete, + Oboe, + Harfe

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